lehrstuhl baukonstruktion
professor hartwig schneider

fakultät für architektur
rwth aachen

Aurora Borealis - Das Nord- oder Polarlicht gehört zu den schönsten und zugleich rätselhaftesten Erscheinungen der Natur. So anziehend dieses Naturphänomen ist, so verborgen liegen die Ursachen seiner Erscheinung. In immer neuen Anläufen versuchten die Naturforscher in den letzten hundert Jahren eine naturwissenschaftliche Erklärung aufzustellen und diese anschaulich Interessierten zu verdeutlichen.

Jedes Jahr reisen tausende von Touristen nach Rovaniemi (Finnland), um dort die Nordlichter betrachten zu können. Rovaniemi ist die Hauptstadt der finnischen Landschaft Lappland – nahe dem Nordpolarkreis.

Die Wetterverhältnisse können dort so extrem sein, dass die Bebauung an einem solchen Ort sich stark den klimatischen Verhältnissen anpassen muss. Während des Winters kann die Temperatur auf -30ºC sinken. Die Sonne ist während dieser Jahreszeit nur selten zu sehen und durchschnittlich schneit es 138 Tage im Jahr. Im Sommer scheint in Rovaniemi 24 Stunden die Sonne, bekannt als Mitternachtssonne.

Die Aufgabe besteht darin, ein Besucherzentrum zu konzipieren, das seine Anziehungskraft durch das Angebot einer Beobachtungsstation für Polarlichter erhält. Das für die Bebauung zur Verfügung stehende Areal, ein bewaldeter Hügel, ist von der Stadt Rovaniemi durch den Fluss Kemijoki getrennt.

Das Observatorium mit seinen ergänzenden Freizeit- und Erholungseinrichtungen (sh. Raumprogramm) soll als eine in sich abgeschlossene Freizeiteinrichtung verstanden werden. Neben der Auseinandersetzung mit dem Ort (Stimmung, Landschaft, Sichtbezüge) wird durch die Vielzahl der Funktionsbereiche eine Beschäftigung mit den sich möglicherweise gegenseitig beeinflussenden Themen: Lernen, Erkennen, Erholung notwendig. Nicht zuletzt müssen die örtlichen klimatischen Bedingungen Berücksichtigung finden.


Kooperation mit Prof. Mirko Baum, Lehr- und Forschungsgebiet Konstruktives Entwerfen



Thomas Haber



Helena Kwitniewski