M1 . SS 25 . timber on top
Die drängenden Fragen unserer Zeit erfordern in vielfacher Weise die Anpassung und Reaktion seitens der Baubranche und Ihrer Planer. Die städtischen Großräume in Mitteleuropa sind von steigenden Einwohnerzahlen geprägt, Zersiedelung in der Peripherie mit entsprechendem Bodenverbrauch, steigendes Verkehrsaufkommen und die Erfordernis neu zu schaffender Infrastruktur sind Folgen dieser Entwicklung. Der „Bauch“ in der demografischen Kurve, die renditegetriebene Spekulation im Wohnungssektor und der explosionsartige Anstieg der Baustoffpreise bewirken, dass Wohnraum immer teurer wird. Zugleich schreibt der fortschreitende Klimawandel uns einen verantwortungsvollen Umgang mit den verbleibenden Ressourcen vor. Dabei wird das Bauen durch die energetischen Anforderungen und das hohe Maß an technischen Einbauten immer komplexer und materialaufwändiger. Ein Umdenken im Umgang mit Ressourcen und Bauland ist erforderlich. Als Reaktion und Antwort auf diese Entwicklung stehen Ergänzen, Weiterbauen und gleichzeitig Aufwerten des gewachsenen städtischen Gefüges im Fokus der proHolz Student Trophy 26.
Die Anforderungen an Wohnformen sind vielfältiger geworden und ein Grundriss für die Familie mit zwei Kindern längst nicht mehr für jeden Bewohner passend. Der Singlehaushalt, die Wohngemeinschaft und das Zusammenleben mehrerer Generationen sind in gleicher Weise übliche Formen des Wohnens. Durch die Pandemie hat sich gezeigt, dass Wohnen heute flexibler gedacht werden sollte – spätestens seit durch die Etablierung des Homeoffice die Arbeit Einzug in den Wohnraum genommen hat, ist die Eindeutigkeit einer Funktionszuweisung unserer Wohnräume in Frage gestellt worden.
Im Rahmen des M1 und des Wettbewerbs soll anhand von exemplarischen Modellprojekten städtischer Verdichtung am Standort München aufgezeigt werden, wie verantwortungsvoll geplanter, bezahlbarer Wohnraum in Holzbauweise bestehende bauliche Strukturen aufwertend ergänzen kann. Bei den zu planenden Aufstockungen soll die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Entwurfs- und Konstruktionsstrategien im Fokus stehen. Holz als Konstruktionswerkstoff, weitgehende Vorfertigung der baulichen Elemente und eine intelligente Einfachheit sind dabei die Leitthemen des Projekts.

Ausgewählte Arbeiten:
Lehrpersonen:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hartwig Schneider
Dr.-Ing. Christian Schätzke
Dr.-Ing. Carsten Eiden
Julie Vormweg M.Sc. RWTH
Kooperationspartner:
Fakultät für Bauingenieurwesen der RWTH Aachen
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Markus Feldmann
Prof. Dipl.-Ing. Benno Hoffmeister
Vera Wilden M.Sc.
Lucas Rauber M.Sc.
Georgios Balaskas M.Sc.
























