ombrière
Der öffentliche Raum steht in Wechselwirkung mit dem Individuum und der Gesellschaft. Er entsteht nach Henri Lefèbvre durch Beziehungsverhältnisse, die sich durch Diversität und Differenz sowie die Begegnung mit dem Fremden ergeben. Aufgrund seiner multifunktionalen und konsumfreien Eigenschaften lässt er sich keiner eindeutigen Nutzung zuweisen, wodurch Variabilität und Flexibilität essenziell für das Bestehen dieser Räume sind.
Die Auswirkungen der Klimaerwärmung verändern die Anforderungen an öffentliche Orte des Austauschs. Eine architektonische und städtebauliche Weiterentwicklung ist erforderlich, um auf die steigenden Temperaturen und veränderte Wetterbedingungen reagieren zu können. Das Forschungsfeld „Ombrière“ (frz. Schattendach) setzt an dieser Fragestellung an. Im Seminar werden historische Strukturen städtischer und ländlicher Räume sowie nutzungsoffene Typologien sowohl hinsichtlich ihrer gestalterischen und konstruktiven als auch ihrer sozialen und kulturellen Funktionen untersucht. Anschließend werden die gewonnen Erkenntnisse anhand von Entwurfsversuchen in den heutigen Kontext übersetzt.
[Foto: Foster and Partners/ L’OMBRIERE. https://arquitecturaviva.com/works/remo- delacion-del-vieux-port-8. © Nigel Young]
| Studiengang: | M.Sc. Architektur |
| Modul: | Forschungsfeld (6 CP) |
| Lehrperson: | M.Sc. Julie Vormweg |
| M.Sc. Julia Kaulen | |
| Teilnehmende: | max. 15 Personen |
| Anmeldung: | über RWTHonline |
| Starttermin: | Mittwoch, 14.10.2025, 15:00 Uhr, ST1 1665|001 |
| Regeltermin: | wöchentlich mittwochs |